Weizen

Quelle: Eugen Staab, Weizenähren, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Als Weizen wird eine Reihe von Pflanzenarten der Süßgräser (Poaceae) der Gattung Triticum bezeichnet. Als Getreide werden vor allem zwei Arten angebaut: Weichweizen und Hartweizen. Unter den Getreiden leistet Weizen neben Mais und Reis den wichtigsten Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung und ist in unterschiedlicher Ausprägung in allen Kulturkreisen bekannt.

Geschichte
Der heutige Saatweizen ging aus der Kreuzung mehrerer Getreide- und Wildgrasarten hervor. Die ersten angebauten Weizenarten waren Einkorn (Triticum monococcum) und Emmer (Triticum dicoccum). Ihr Herkunftsgebiet ist der Vordere Orient (Fruchtbarer Halbmond).

Quelle: Alfred, Weizenkorn, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Schematischer Längsschnitt durch ein Weizenkorn

Quelle: Anna Fischer-Dückelmann creator QS:P170,Q560386, Die Frau als Hausärztin (1911) 039 Schnitt durch ein Weizenkorn, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Verschiedene Schichten des Weizenkorns

Weizen stellt an Klima, Boden und Wasserversorgung höhere Ansprüche als andere Getreidearten. Weizen ist an trockene und warme Sommer angepasst. Eine moderne Kreuzung aus Weizen und Roggen, Triticale, erlaubt den Anbau in kühleren Klimazonen.

Winterweizen
In Deutschland wird auf über 90 % der Weizenanbauflächen Winterweizen ausgesät. Winterweizen wird im Herbst ausgesät (ab Ende September bis in den Dezember hinein). Abhängig von Höhenlage und Saatzeitpunkt werden ungefähr 280 bis 520 Körner pro m² ausgesät. Aufgrund der großen Bandbreite der Tausendkornmasse des Weizens von unter 40 bis über 60 g ist die Angabe einer durchschnittlichen Saatmenge in kg/ha schwierig, bei einer angestrebten Saatdichte von rund 320 Pflanzen pro m² und einer Tausendkornmasse von 48 g ergäbe sich beispielsweise eine Saatmenge von rechnerisch ca. 154 kg pro Hektar.

Sommerweizen
Sommerweizen (Triticum durum bzw. Triticum sativum, wird möglichst frühzeitig im Frühjahr ausgesät. Seine Kornerträge liegen in der Regel deutlich unter denen von Winterweizen.

Bedeutung als Grundnahrungsmittel
Weizen ist für Menschen in vielen Ländern ein Grundnahrungsmittel (Brotgetreide) und hat eine große Bedeutung in der Tiermast. Hartweizen ist besonders für die Herstellung von Teigwaren (Hartweizengrieß) geeignet – wird aber in Deutschland so gut wie nicht angebaut. Im Jahr 2021 betrug die weltweite Weizenernte 770.877.073 t.

Quelle: Wikipedia


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