Einkorn
(Triticum monococcum), auch "Blicken" oder "Kleiner Spelz" genannt, ist eine der ältesten domestizierten Getreidearten. Einkorn stammt vom wilden Weizen (Triticum boeoticum Boiss.) ab, der im Gegensatz zu Einkorn eine brüchige Ährchengabel (Rhachis) hat. Einkorn galt als Vorläufer von Emmer, Dinkel und Saatweizen, bis durch genetische Untersuchungen festgestellt wurde, dass Emmer vom Wilden Emmer aus der Südosttürkei abstammt.
Einkorn ist relativ anspruchslos in Bezug auf die Qualität des Bodens. Außerdem ist es resistent gegen viele Schädlinge wie Wurzelfäule, Spelzenbräune oder den Mutterkorn-Pilz und kann sich besser gegen die Konkurrenz von Ackerunkräutern durchsetzen als moderne Weizensorten. Allerdings ist der Ertrag erheblich geringer als bei den modernen Weizensorten. Auf sandigen Böden werden Erträge von lediglich 1,2 bis 2,1 Tonnen pro Hektar erzielt. Die Aussaat wurde dreimal von den Saatkrähen vollkommen aufgepickt und musste nachgesät werden.