Gelber Weizen gehört zu den alten Getreidearten wie Emmer, Einkorn oder Dinkel. Da man lange Zeit besonders helle Mehle bevorzugte, wurden die Weizensorten mit einem gelben Mehlkörper nicht mehr nachgefragt. Heute sind Gelbweizensorten kaum mehr im Anbau. 

Alte Getreidesorten erleben derzeit eine Renaissance. Gelbweizen zeichnet sich durch den besonders gelben Mehlkörper aus. Die gelbe Färbung erhält der Gelbweizen durch wertvolle sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe wie Carotinoide oder Xanthophylle. Diese Inhaltsstoffe wirken als natürliche Antioxidantien und stärken die körpereigenen Immunkräfte. Urweizen enthielt früher einen großen Anteil an Carotinoide. Aus ernährungs­physiologischer Sicht war es daher erstrebenswert, die Carotinoid-Gehalte wieder auf das hohe Niveau von Urweizen anzuheben. So enthält Gelbweizen etwa fünfmal so viel Anteil an Carotinoid Lutein wie herkömmlicher Weichweizen. Lutein ist ein Carotinoid, das unter anderem wichtig für den Erhalt des Sehvermögens im Alter ist. Auch ist es für die Gelbfärbung beim Eidotter verantwortlich.

Wie der Name schon sagt, hat das Mehl des Gelbmehlweizen eine gelbliche Farbe. Dies deutet auf den hohen Gehalt an Carotinoide hin. Lutein, Zeaxanthin und Betacarotin sind sekundäre Pflanzenstoffe, welche als Antioxidantien bekannt sind und einen hohen ernährungsphysiologischen Wert haben. So sollen diese sekundären Pflanzenstoffe einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, diversen Tumorerkrankungen und dem Grauen Star verringern. Durch das Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten kommt nun das „alte Korn“ zurück.

Gelbweizenmehl oder Gelbmehl besticht durch seine schöne Optik beim Backen. Besonders bei Mehl mit hohem Ausmahlungsgrad kommt die gelbe Färbung zum Vorschein. Daher eignet sich Gelbweizenmehl für Brote, Blätterteiggebäcke, Baguettes, Kuchen und viele weitere Backwaren.

Quelle: Urkornpuristen


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