Roggen (Secale cereale) ist eine in den gemäßigten Breiten verbreitete Getreideart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Er liefert auch auf leichteren oder sandigen Böden und an kühleren oder feuchten Standorten noch gute Erträge. In Europa wird häufig Winterroggen angebaut, während Sommerroggen eine untergeordnete Bedeutung hat. Regional wird Roggen auch nur Korn genannt. Das Korn des Roggens wird für Nahrungsmittel (Roggenbrot), für Futter- und Genussmittel oder auch als nachwachsender Rohstoff genutzt. Teilweise wird auch die noch grüne Pflanze (Grünroggen) oder das bei der Getreideernte zurückbleibende Stroh genutzt. Hierbei wird der Roggen meist als Futtermittel in Form von Schrot oder Silage genutzt.

Schädlinge
Von den Getreidearten wird der Roggen am meisten von dem stark giftigen Mutterkornpilz Claviceps purpurea befallen. Nach der Infektion der Blüten entsteht an Stelle eines Getreidekorns in der Roggenähre die als Mutterkorn bezeichnete längliche, kornähnliche und bis zu vier (bis sechs) Zentimeter lange Dauerform (Sklerotium) des Mutterkornpilzes.

Geschichte
Über 1200 Jahre war der Roggen in Deutschland die wichtigste Brotfrucht und wurde oft schlicht „das Korn“ genannt.

Anbau
Quelle: André Karwath aka Aka, Secale cereale - ear (aka), CC BY-SA 2.5
Es gibt Sommer- und Winterroggen, wobei in Mitteleuropa fast ausschließlich Winterroggen angebaut wird.

Wirtschaftliche Bedeutung
Im Jahr 2021 wurden laut Food and Agriculture Organization (FAO) weltweit 13.223.426 t Roggen von etwa 4,3 Millionen Hektar Land geerntet.

Quelle: Wikipedia


Impressum / Datenschutz