Waldstaudenroggen (Secale multicaule), auch Waldstaudekorn, Waldstaude, Urroggen oder Johannisroggen genannt, ist nichts anderes als eine überjährige Form des Roggens. Er wird auch oft “Urroggen” oder
“Johannisroggen” genannt. Die Körner sind deutlich kleiner als gewöhnlicher Roggen, ansonsten sind sie sehr ähnlich. Das bedeutet, dass das junge Getreidegras im Herbst beweidet oder gemäht und erst im Folgejahr als Korn geerntet wird.
Heute ist der Waldstaudenroggen eher ein Liebhabergetreide, denn aufgrund des geringeren Ertrags, der sich durch die Ernte erst im zweiten Jahr und eine kleinere Korngröße ergibt, ist er für heutige Verhältnisse wenig wirtschaftlich. Traditionell wird der Waldstaudenroggen an Johanni (24. Juni) angebaut, daher auch der Name „Johannisroggen“. Die Bezeichnung „Staude“ rührt von der zweijährigen Kultur. „Wald“ bezieht sich darauf, dass diese anspruchslose und frostbeständige Form des Roggens früher häufig als Zwischenfrucht nach der Brandrodung kleinerer Waldgebiete kultiviert wurde und daher häufig auf Lichtungen „im Wald“ zu finden war.
Es hat aber auch entscheidende Vorteile: das Korn schmeckt wesentlich intensiver als Roggen und das daraus gebackene Brot ist ein Genuss. Noch wichtiger: Obwohl auch das Waldstaudenkorn Gluten enthält, ist es sehr verträglich.
Quelle: Urkornpuristen, eigene Recherchen